Aktuelles, Innovation, Marktstudien, Technologien

Wirksamkeit von geförderten FuE-Projekten auf den Mittelstand

Um sich von Wettbewerbern am Markt abzuheben, sind Unternehmen bestrebt ihre Marktposition durch neue Innovationen auszubauen. Dies gelingt im Wesentlichen durch Steigerung der technologischen Kompetenz oder durch den Ausbau, bzw. durch Verbesserung des eigenen Leistungsangebots 1.
Klein- und mittelständische Unternehmen sind zur Umsetzung ihrer Innovationen auf Fördermittel angewiesen. Dafür stellt der Bund rund 12 Milliarden Euro über verschieden Förderinstrumente zur Verfügung 2. Ein Beispiel hierfür ist das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).
Laut der Studie „Wirksamkeit der geförderten FuE-Projekte des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ sind besonders Kleinstunternehmen auf Förderungen zur Umsetzung ihrer FuE-Projekte angewiesen 1. Größere Unternehmen nutzen das Fördermittelangebot, um ihre FuE-Vorhaben schneller umzusetzen oder den Umfang der FuE-Projekte größer zu gestalten 1. Insbesondere Unternehmen im Verbund mit Forschungseinrichtungen sind auf staatliche Subventionen angewiesen, da die Unternehmen nicht die zusätzliche finanzielle Belastung aufbringen können 1.

Die Anzahl an gestarteten ZIM-Projekten variiert je nach Branche stark. Vorwiegend nutzen Unternehmen aus dem Maschinenbau, Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie IT- und Wissenschaftsdienstleister das Förderinstrument, um Ihren technologischen Vorsprung gegenüber den Wettberbern auszubauen 1.

Abgeschlossene Projekte wirken sich laut Studie durchaus positiv auf den Umsatz der Unternehmen aus. Im Schnitt konnten 74 % 1 der Unternehmen ihren Umsatz steigern und rund 44 % 1 ihren Export erhöhen. Besonders positiv haben sich abgeschlossene Kooperationsprojekte ausgewirkt. Insgesamt 90 % 1 der Unternehmen konnten demnach ihre strategischen Partnerschaften ausbauen 1.

1 Quelle: http://www.zim-bmwi.de/download/studien-evaluationen/expertise-zim-fue-projekte_2013.pdf, Mittelstand (ZIM) – FOKUS: 2013 abgeschlossene ZIM-SOLO- und ZIM-KOOP-Projekte, RKW Kompetenzzentrum, März 2016, Internetzugriff: 2017

2 Quelle: https://www.bundesregierung.de/Content/DE/StatischeSeiten/Breg/Reformprojekte/hightech-strategie-2007-06-05-innovationsstrategien-2.html, Internetzugriff: 2017

Hinweis: Dieser Beitrag erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Trotz aller Sorgfalt, die bei der Erstellung angewandt wurde, können wir keine Gewähr für die Richtigkeit aller Informationen und Daten geben.

Wald 4.0, Innovationen, Forst, Wald, Umwelt

Forst- und Holzwirtschaft innovativ

Die Forst- und Holzindustrie in Zahlen

Mit einem Umsatz von rund 177,6 Mrd. € in 2014 liegen die Wirtschaftsbereiche Forst und Holz an vierter Stelle der zehn wichtigsten Industriebranchen in Deutschland 1. Die Forst- und Holzwirtschaft umfasst ca. 127.700 Unternehmen mit rund 1,1 Mio. Beschäftigten und setzt sich aus folgenden Branchen zusammen 2:

  • Forstwirtschaft
  • Holzbearbeitendes Gewerbe
  • Holz im Baugewerbe
  • Papiergewerbe
  • Verlags- und Druckgewerbe
  • Holzhandel

Innovation in den Wirtschaftsbereichen Forst und Holz

Ob IT-Systeme zur Beschleunigung logistischer Prozesse, entrindende Harvesterfällköpfe zur Optimierung des Holzernteprozesses oder der Einsatz von Drohnen zur Erfassung von Baumbeständen, die Wertschöpfungskette der Forst- und Holzindustrie bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um das innovative Potenzial zu steigern. Durch die Vernetzung von Waldbesitzern, Unternehmern und der Forsttechnik soll beispielsweise mit ELDAT (Elektronischer Datenaustausch von Holzdaten) die Grundlage geschaffen werden, um den Industrie-4.0-Standard auch in der Forst- und Holzwirtschaft umzusetzen 4. Mittelfristig können so Abrechnungsprozesse optimiert und der logistische Warenfluss digital abgebildet werden 4.Neue multifunktionale Systeme, wie z.B. der Kombischlepper für Kurz- und Langholz bieten Sondermaschinenbauern neues Absatzpotenzial. So ist der Verkauf von Kombischleppern im Jahr 2012 um ca. 7 % gestiegen 5. Multifunktionale und vernetze Systeme bieten auch in dieser Branche die Möglichkeit sich durch Innovation neues Marktpotenzial zu schaffen und sich von weiteren Wettbewerbern abzuheben. Damit Deutschland weiterhin zur Weltspitze im Bereich Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz zählt, ist der innovative Mittelstand gefragt.

1 Quelle: Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Clusterstatistik Forst & Holz, https://www.thuenen.de/de/wf/zahlen-fakten/produktion-und-verwendung/clusterstatistik-forst-holz/, Internetzugriff: 2017

2 Quelle: Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Clusterstatistik Forst & Holz, Becher G (2014) Clusterstatistik Forst und Holz : Tabellen für das Bundesgebiet und die Länder 2000 bis 2012 . Hamburg: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 105 p, Thünen Working Paper 32, Internetzugriff: 2017

3 Quelle: Wald in Deutschland – Wald in Zahlen, Ergebnisse der Bundeswaldinventur, https://www.bundeswaldinventur.de/fileadmin/SITE_MASTER/content/Dokumente/Downloads/BMEL_BWI3_Flyer_Web.pdf, Internetzugriff: 2017

4 Quelle: Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V., Wald 4.0, http://kwf-online.de/index.php/forschungsprojekte/wald-4-0, Internetzugriff: 2017

5 Quelle: Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V., KWF-Forstmaschinenstatistik zeigt deutlichen Einbruch des Marktes in Deutschland, http://www.kwf-online.de/index.php/aktuelles/presse/148-kwf-forstmaschinenstatistik-zeigt-deutlichen-einbruch-des-marktes-in-deutschland?highlight=WyJrdXJ6aG9sem1hc2NoaW5lbiJd, Internetzugriff: 2017

Hinweis: Dieser Beitrag erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Trotz aller Sorgfalt, die bei der Erstellung angewandt wurde, können wir keine Gewähr für die Richtigkeit aller Informationen und Daten geben.