Aktuelles, Innovation, Marktstudien, Technologien

Förderschwerpunkte des Bundes

Damit Deutschland auch in Zukunft zu den technologischen Spitzenreitern der Welt zählt, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und der Bundesregierung eine wesentliche Voraussetzung. Gerade junge Start-ups und innovative Klein- und mittelständische Unternehmen sind auf Wagniskapital angewiesen, um ihre Forschungs- und Entwicklungsprojekte realisieren zu können. Dafür stellt der Bund rund 12 Milliarden Euro zur Verfügung 1.

Innovative Produkte und hohe Qualitätsstandards bilden die Grundlage für einen weltweiten Erfolg. Durch die Steigerung des technologischen Potenzials und eine höhere Auslastung der Unternehmen sollen neue Arbeitsplätze für qualifiziertes Fachkräftepersonal geschaffen werden 1. Um dies umzusetzen, liegt der Fokus insbesondere auf den folgenden 17 Themenbereichen, die von wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Interesse sind 1:

  • Gesundheitsforschung und Medizintechnik
  • Pflanzen
  • Energietechnologien
  • Klima- und Umwelttechnologien
  • Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Fahrzeug- und Verkehrstechnologien
  • Raumfahrttechnologien
  • Maritime Technologien
  • Dienstleistungen
  • Nanotechnologie
  • Biotechnologie
  • Mikrosystemtechnik
  • Optische Technologien
  • Werkstofftechnologien
  • Produktionstechnologie

1 Quelle: https://www.bundesregierung.de/Content/DE/StatischeSeiten/Breg/Reformprojekte/hightech-strategie-2007-06-05-innovationsstrategien-2.html, Internetzugriff: 2017

Hinweis: Dieser Beitrag erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Trotz aller Sorgfalt, die bei der Erstellung angewandt wurde, können wir keine Gewähr für die Richtigkeit aller Informationen und Daten geben.

Digitale Transformation des Automotive-Sektors

Innovation ist in Hochtechnologiebranchen das wesentliche Alleinstellungsmerkmal, um sich gegenüber der Konkurrenz abzuheben. Die zunehmende Digitalisierung und die fortschreitende Entwicklung von innovativen Systemen in den einzelnen Branchen beschleunigen den Wettbewerb zunehmend. Schlagwörter wie „Autonomes Fahren“ und „Connected Car Plattform“ sind ein Ausdruck für die derzeitige Entwicklung am Markt und zeigen den zunehmenden Einfluss der IT-Branche auf.

Revolutionierung der Automobilbranche

Die Digitalisierung revolutioniert zunehmend die gesamte Wertschöpfungskette der Automobilindustrie 1. Konzepte, wie z.B. „Connected Cars“, bieten Potenzial für neue Geschäftsmodelle, die sich auf etablierte Unternehmen auswirken können 2.Namhafte IT-Hersteller haben den Automotive-Sektor bereits als neues Marktsegment erkannt und nutzen die eigene technologische Expertise, um das Auto zum digitalen Device zu perfektionieren. Der Besitz des Autos rückt gegenüber hochverfügbaren Carsharing-Konzepten immer mehr in den Hintergrund <sup>2</sup>. Autonome Fahrzeuge mit einheitlichen Standards werden diese Entwicklung zunehmend beschleunigen 2.

1 Quelle: http://www.bvdw.org, Diskussionspapier zu CONNECTED CARS, S.2, Absatz 1, Internetzugriff: 2017

2 Quelle: http://www.bvdw.org, Diskussionspapier zu CONNECTED CARS, Internetzugriff: 2017

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Digitalisierung der Transport- und Logistikbranche

Laut dem Bundesverband für Güterverkehr, Logistik und Entsorgung e.V. (BGL) betrug das nationale Güteraufkommen in 2014 ca. 4.500 Mio. Tonnen 1. Das über die Straße transportierte Güteraufkommen beläuft sich jährlich auf rund 3.500 Mio. Tonnen 1. Zum Vergleich betrug das Güteraufkommen der Eisenbahn als sekundäres Transportmittel in 2014 nur rund. 450 Mio. Tonnen 1. Dies zeigt auf, dass die Infrastruktur in Deutschland zunehmend durch LKWs ausgelastet wird. Dieser Entwicklung lässt sich nur durch Prozessoptimierung begegnen. Die fortschreitende Umsetzung des Mobilität 4.0-Standards ermöglicht die technologische Weiterentwicklung in der Logistik- und Transportbranche. Sensoren und Kommunikationssysteme zur Datenübertragung in Kombination mit neusten Antriebstechniken schaffen die Voraussetzungen für autonome Systeme. Gleichzeitig erhöht sich der Automatisierungsgrad von Fertigungsanlagen und Logistiksystemen, so dass die Herstellungs- und Transportprozesse der Zukunft zunehmend ineinandergreifen werden.

Autonome Nutzfahrzeuge

„Elefantenrennen ade“. Schon heute arbeiten verschiedene Hersteller an der Vernetzung und Digitalisierung des LKWs 2. Der Straßengüterverkehr von morgen wird ohne Fahrzeuglenker auskommen. Pausenzeiten und Lenkzeitbeschränkungen gehören somit bald der Vergangenheit an 2. Zu Kolonnen hintereinander geschaltete autonome Transportfahrzeuge werden zum alltäglichen Bild im Fernverkehr zählen 2. Die digitale Transformation stellt die klassischen Kraftfahrzeughersteller vor hohe Herausforderungen 2.

Digitale Frachtbörsen

Die Koordination von Frachtgütern und Transportkapazitäten bietet weiteres Potenzial zur Prozessoptimierung. Im Schnitt lag der Leerkilometeranteil deutscher LKWs in 2013 bei 20 Prozent, in Metropolregionen bei rund 40 Prozent 3. Digitale Frachtbörsen und vernetzte Ladeterminals werden die Auslastung einzelner Fahrzeuge über die Transportstrecke optimieren 2.Diese Entwicklung bietet IT-Unternehmen und Start-ups die Möglichkeit neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Damit könnte sich mittelfristig der Wettbewerb für globale Logistikdienstleister und etablierte Speditionsunternehmen erhöhen.

1 Quelle: Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. – Jahresbericht 2014/2015

2 Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article157951003/Lkw-ohne-Fahrer-wird-fuer-Lastwagenbauer-zum-Problem.html, Lkw ohne Fahrer wird für Lastwagenbauer zum Problem, Internetzugriff: 2017

3 Quelle: Bundesamt für Güterverkehr – Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2013

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Der deutsche Mittelstand setzt auf Forschung und Entwicklung

Der deutsche Mittelstand setzt auf seine Innovationskraft, um seine Konkurrenzfähigkeit und Dominanz am Markt auszubauen. Laut einer Umfrage von PricewaterhouseCoopers (pwc) in 2015 ordnen rund 93 % der Unternehmenslenker und Entscheider der Innovationskraft ihres Unternehmens einen hohen Stellenwert zu 1. Die Forschungsausgaben in Deutschland lagen laut Aussage des statistischen Bundesamtes im Jahr 2014 bei rund 84 Mrd. € 2. Davon wurden ca. 57 Mrd. € für Forschung- und Entwicklungsprojekte (FuE-Projekte) in der Wirtschaft investiert 2. Im Schnitt investierten deutsche Unternehmen 15 % ihres Gesamtumsatzes in FuE-Projekte 1. Neben dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit erhoffen sich die Unternehmen – laut Aussage von pwc – neue Märkte und Zielgruppen erschließen zu können, um sich so gegen konjunkturelle Schwankungen abzusichern 1.

Mit Fördermitteln zum Erfolg

„Forschung und Innovation sind der Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum und nachhaltige Beschäftigung in der Zukunft“ 3. Der deutsche Mittelstand ist die Zugkraft für die nationale Wirtschaft und einer der wesentlichen Jobmotoren in Deutschland. Daher stehen innovativen KMU verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um ihre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben umzusetzen. Laut der Studie von pwc haben neun von zehn befragten Unternehmen (n 691) in einem Zeitraum von drei Jahren einen Fördermittelantrag aus folgenden Gründen gestellt 1:

  1. Erschließung neuer Kundengruppen und Märkte
  2. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Senkung von Produktions- und Prozesskosten
  3. Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen
  4. Schließung neuer Marktallianzen und Partnerschaften auf unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen
  5. Antizipation neuer gesetzlicher Auflagen und Bestimmungen

Fördermitteleinwerbung nicht ohne externe Unterstützung

Laut pwc nutzen rund 94 % der befragten Unternehmen externe Dienstleistungen bei der Beantragung von Fördermitteln 1. Insbesondere werden die Berufs- und Interessensverbände sowie externe Unternehmensberater genutzt. Die Gründe für eine Auslagerung sind 1:

  1. Besserer Überblick über die Fördermöglichkeiten
  2. Komplexität der Fördermöglichkeiten
  3. Planungs- und Entscheidungssicherheit
  4. Anträge sind erfolgreicher
  5. Komplizierte Antragsstellung
  6. Zeitersparnis
  7. Fehlendes internes Know-how
  8. Fehlende Kapazitäten oder Ressourcen
  9. Laufende Änderungen der Anforderungen an Projekte

Zuschüsse und Darlehensförderung

Besonders erfolgreich sind Zuschüsse und Darlehensförderungen. Rund 65 % der Zuschüsse und 56 % der beantragten Darlehensförderungen, insbesondere Verbundvorhaben mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und/oder Hochschulen, wurden bewilligt 1.

1 Quelle: www.pwc.de,“Förderdschungel? Eine Befragung im Mittelstand“, https://www.pwc-wissen.de/pwc/de/shop/publikationen/FundE%3A+Foerderdschungel%3F+/?card=12691, Erscheinungsjahr: 2015, Webseitenzugriff: 2017

2 Quelle: Statistisches Bundesamt, Kennzahlen Forschung & Entwicklung 2014, https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/ForschungEntwicklung/ForschungEntwicklung.html, Webseitenzugriff: 2017

3 Quelle: BMWi,“ Bündnis Zukunft der Industrie: Steuerliche F&E-Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen bis 500 Beschäftigte als ersten Schritt jetzt endlich umsetzen“, https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2016/20160919-buendnis-zukunft-der-industrie-steuerliche-foerderung-von-kleinen-und-mittleren-unternehmen.html, 2016, Webseitenzugriff: 2017

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