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Der deutsche Mittelstand setzt auf Forschung und Entwicklung

Der deutsche Mittelstand setzt auf seine Innovationskraft, um seine Konkurrenzfähigkeit und Dominanz am Markt auszubauen. Laut einer Umfrage von PricewaterhouseCoopers (pwc) in 2015 ordnen rund 93 % der Unternehmenslenker und Entscheider der Innovationskraft ihres Unternehmens einen hohen Stellenwert zu 1. Die Forschungsausgaben in Deutschland lagen laut Aussage des statistischen Bundesamtes im Jahr 2014 bei rund 84 Mrd. € 2. Davon wurden ca. 57 Mrd. € für Forschung- und Entwicklungsprojekte (FuE-Projekte) in der Wirtschaft investiert 2. Im Schnitt investierten deutsche Unternehmen 15 % ihres Gesamtumsatzes in FuE-Projekte 1. Neben dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit erhoffen sich die Unternehmen – laut Aussage von pwc – neue Märkte und Zielgruppen erschließen zu können, um sich so gegen konjunkturelle Schwankungen abzusichern 1.

Mit Fördermitteln zum Erfolg

„Forschung und Innovation sind der Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum und nachhaltige Beschäftigung in der Zukunft“ 3. Der deutsche Mittelstand ist die Zugkraft für die nationale Wirtschaft und einer der wesentlichen Jobmotoren in Deutschland. Daher stehen innovativen KMU verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um ihre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben umzusetzen. Laut der Studie von pwc haben neun von zehn befragten Unternehmen (n 691) in einem Zeitraum von drei Jahren einen Fördermittelantrag aus folgenden Gründen gestellt 1:

  1. Erschließung neuer Kundengruppen und Märkte
  2. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Senkung von Produktions- und Prozesskosten
  3. Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen
  4. Schließung neuer Marktallianzen und Partnerschaften auf unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen
  5. Antizipation neuer gesetzlicher Auflagen und Bestimmungen

Fördermitteleinwerbung nicht ohne externe Unterstützung

Laut pwc nutzen rund 94 % der befragten Unternehmen externe Dienstleistungen bei der Beantragung von Fördermitteln 1. Insbesondere werden die Berufs- und Interessensverbände sowie externe Unternehmensberater genutzt. Die Gründe für eine Auslagerung sind 1:

  1. Besserer Überblick über die Fördermöglichkeiten
  2. Komplexität der Fördermöglichkeiten
  3. Planungs- und Entscheidungssicherheit
  4. Anträge sind erfolgreicher
  5. Komplizierte Antragsstellung
  6. Zeitersparnis
  7. Fehlendes internes Know-how
  8. Fehlende Kapazitäten oder Ressourcen
  9. Laufende Änderungen der Anforderungen an Projekte

Zuschüsse und Darlehensförderung

Besonders erfolgreich sind Zuschüsse und Darlehensförderungen. Rund 65 % der Zuschüsse und 56 % der beantragten Darlehensförderungen, insbesondere Verbundvorhaben mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und/oder Hochschulen, wurden bewilligt 1.

1 Quelle: www.pwc.de,“Förderdschungel? Eine Befragung im Mittelstand“, https://www.pwc-wissen.de/pwc/de/shop/publikationen/FundE%3A+Foerderdschungel%3F+/?card=12691, Erscheinungsjahr: 2015, Webseitenzugriff: 2017

2 Quelle: Statistisches Bundesamt, Kennzahlen Forschung & Entwicklung 2014, https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/ForschungEntwicklung/ForschungEntwicklung.html, Webseitenzugriff: 2017

3 Quelle: BMWi,“ Bündnis Zukunft der Industrie: Steuerliche F&E-Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen bis 500 Beschäftigte als ersten Schritt jetzt endlich umsetzen“, https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2016/20160919-buendnis-zukunft-der-industrie-steuerliche-foerderung-von-kleinen-und-mittleren-unternehmen.html, 2016, Webseitenzugriff: 2017

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