Marktbetrachtung und Trends innovativer Branchen

Wald 4.0, Innovationen, Forst, Wald, Umwelt

Forst- und Holzwirtschaft innovativ

Die Forst- und Holzindustrie in Zahlen

Mit einem Umsatz von rund 177,6 Mrd. € in 2014 liegen die Wirtschaftsbereiche Forst und Holz an vierter Stelle der zehn wichtigsten Industriebranchen in Deutschland 1. Die Forst- und Holzwirtschaft umfasst ca. 127.700 Unternehmen mit rund 1,1 Mio. Beschäftigten und setzt sich aus folgenden Branchen zusammen 2:

  • Forstwirtschaft
  • Holzbearbeitendes Gewerbe
  • Holz im Baugewerbe
  • Papiergewerbe
  • Verlags- und Druckgewerbe
  • Holzhandel

Innovation in den Wirtschaftsbereichen Forst und Holz

Ob IT-Systeme zur Beschleunigung logistischer Prozesse, entrindende Harvesterfällköpfe zur Optimierung des Holzernteprozesses oder der Einsatz von Drohnen zur Erfassung von Baumbeständen, die Wertschöpfungskette der Forst- und Holzindustrie bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um das innovative Potenzial zu steigern. Durch die Vernetzung von Waldbesitzern, Unternehmern und der Forsttechnik soll beispielsweise mit ELDAT (Elektronischer Datenaustausch von Holzdaten) die Grundlage geschaffen werden, um den Industrie-4.0-Standard auch in der Forst- und Holzwirtschaft umzusetzen 4. Mittelfristig können so Abrechnungsprozesse optimiert und der logistische Warenfluss digital abgebildet werden 4.Neue multifunktionale Systeme, wie z.B. der Kombischlepper für Kurz- und Langholz bieten Sondermaschinenbauern neues Absatzpotenzial. So ist der Verkauf von Kombischleppern im Jahr 2012 um ca. 7 % gestiegen 5. Multifunktionale und vernetze Systeme bieten auch in dieser Branche die Möglichkeit sich durch Innovation neues Marktpotenzial zu schaffen und sich von weiteren Wettbewerbern abzuheben. Damit Deutschland weiterhin zur Weltspitze im Bereich Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz zählt, ist der innovative Mittelstand gefragt.

1 Quelle: Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Clusterstatistik Forst & Holz, https://www.thuenen.de/de/wf/zahlen-fakten/produktion-und-verwendung/clusterstatistik-forst-holz/, Internetzugriff: 2017

2 Quelle: Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Clusterstatistik Forst & Holz, Becher G (2014) Clusterstatistik Forst und Holz : Tabellen für das Bundesgebiet und die Länder 2000 bis 2012 . Hamburg: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 105 p, Thünen Working Paper 32, Internetzugriff: 2017

3 Quelle: Wald in Deutschland – Wald in Zahlen, Ergebnisse der Bundeswaldinventur, https://www.bundeswaldinventur.de/fileadmin/SITE_MASTER/content/Dokumente/Downloads/BMEL_BWI3_Flyer_Web.pdf, Internetzugriff: 2017

4 Quelle: Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V., Wald 4.0, http://kwf-online.de/index.php/forschungsprojekte/wald-4-0, Internetzugriff: 2017

5 Quelle: Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V., KWF-Forstmaschinenstatistik zeigt deutlichen Einbruch des Marktes in Deutschland, http://www.kwf-online.de/index.php/aktuelles/presse/148-kwf-forstmaschinenstatistik-zeigt-deutlichen-einbruch-des-marktes-in-deutschland?highlight=WyJrdXJ6aG9sem1hc2NoaW5lbiJd, Internetzugriff: 2017

Hinweis: Dieser Beitrag erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Trotz aller Sorgfalt, die bei der Erstellung angewandt wurde, können wir keine Gewähr für die Richtigkeit aller Informationen und Daten geben.

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Die Maschinenbau- und Anlagenbaubranche im Überblick

Mit einem Umsatz von rund 235 Mrd. € ist der Maschinen- und Anlagenbau hinter der Kraftfahrzeugindustrie die umsatzstärkste Branche in Deutschland 1. In den rund 6.400 Unternehmen sind ca. 1 Mio. Beschäftigte angestellt 2. Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) waren die deutschen Unternehmen in 2012 mit ca. 16 % am globalen Maschinen- und Anlagenbau-Export beteiligt und damit Exportweltmeister Nummer eins 2. Gemessen am Umsatz liegt Deutschland nach China und den USA auf Platz drei 2. Einer der wesentlichen Gründe für den Erfolg der deutschen Wirtschaft, ist die Bereitschaft in Forschung- und Entwicklungsprojekte (FuE) zu investieren. Gemessen am Umsatz sind die folgenden Branchen am profitabelsten 2:

  1. Robotik und Automation
  2. Antriebstechnik
  3. Apparate- und Gerätebau für Prozesstechnik
  4. Maschinen und Komponenten für die Automatisierungstechnik
  5. Maschinen für vorwiegend mobile Anwendung
  6. Nahrungsmittel‐ und Verpackungsmaschinen
  7. Textilmaschinen

Forschung und Innovation im Maschinenbau

Rund 97 % der deutschen Maschinenbauunternehmen sind Innovationsführer oder frühe Folger 2. Der Mittelstand ist im Maschinenbau stark vertreten. Rund 87 % der Unternehmen haben weniger als 250 Mitarbeiter 3. Gerade in den kleineren Unternehmen fehlt es oft an Kapazitäten, um in FuE-Projekte zu investieren, daher stellt der deutsche Staat in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union unterschiedliche Förderinstrumente zur Verfügung. Ein Beispiel dafür ist das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), welches technologie- und branchenoffen aufgestellt ist. Insgesamt haben 55 % der Unternehmen FuE-Projekte in 2014 durchgeführt 3. Dafür wurden rund 6,2 Mrd. € investiert 3. Circa 64 % der Ausgaben wurden für Personalkosten aufgewendet 3.

1 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/241480/umfrage/umsaetze-der-wichtigsten-industriebranchen-in-deutschland/, Internetzugriff: 2017

2Quelle: VDMA-McKinskey-Broschüre, „Zukunftsperspektive deutscher Maschinenbau Erfolgreich in einem dynamischen Umfeld agieren“

3 Quelle: VDMA, „Kennzahlen zu Forschung und Innovation im Maschinenbau“, März 2016

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Digitale Transformation des Automotive-Sektors

Innovation ist in Hochtechnologiebranchen das wesentliche Alleinstellungsmerkmal, um sich gegenüber der Konkurrenz abzuheben. Die zunehmende Digitalisierung und die fortschreitende Entwicklung von innovativen Systemen in den einzelnen Branchen beschleunigen den Wettbewerb zunehmend. Schlagwörter wie „Autonomes Fahren“ und „Connected Car Plattform“ sind ein Ausdruck für die derzeitige Entwicklung am Markt und zeigen den zunehmenden Einfluss der IT-Branche auf.

Revolutionierung der Automobilbranche

Die Digitalisierung revolutioniert zunehmend die gesamte Wertschöpfungskette der Automobilindustrie 1. Konzepte, wie z.B. „Connected Cars“, bieten Potenzial für neue Geschäftsmodelle, die sich auf etablierte Unternehmen auswirken können 2.Namhafte IT-Hersteller haben den Automotive-Sektor bereits als neues Marktsegment erkannt und nutzen die eigene technologische Expertise, um das Auto zum digitalen Device zu perfektionieren. Der Besitz des Autos rückt gegenüber hochverfügbaren Carsharing-Konzepten immer mehr in den Hintergrund <sup>2</sup>. Autonome Fahrzeuge mit einheitlichen Standards werden diese Entwicklung zunehmend beschleunigen 2.

1 Quelle: http://www.bvdw.org, Diskussionspapier zu CONNECTED CARS, S.2, Absatz 1, Internetzugriff: 2017

2 Quelle: http://www.bvdw.org, Diskussionspapier zu CONNECTED CARS, Internetzugriff: 2017

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Aktuelles, Innovation, Marktstudien, Technologien

Digitalisierung der Transport- und Logistikbranche

Laut dem Bundesverband für Güterverkehr, Logistik und Entsorgung e.V. (BGL) betrug das nationale Güteraufkommen in 2014 ca. 4.500 Mio. Tonnen 1. Das über die Straße transportierte Güteraufkommen beläuft sich jährlich auf rund 3.500 Mio. Tonnen 1. Zum Vergleich betrug das Güteraufkommen der Eisenbahn als sekundäres Transportmittel in 2014 nur rund. 450 Mio. Tonnen 1. Dies zeigt auf, dass die Infrastruktur in Deutschland zunehmend durch LKWs ausgelastet wird. Dieser Entwicklung lässt sich nur durch Prozessoptimierung begegnen. Die fortschreitende Umsetzung des Mobilität 4.0-Standards ermöglicht die technologische Weiterentwicklung in der Logistik- und Transportbranche. Sensoren und Kommunikationssysteme zur Datenübertragung in Kombination mit neusten Antriebstechniken schaffen die Voraussetzungen für autonome Systeme. Gleichzeitig erhöht sich der Automatisierungsgrad von Fertigungsanlagen und Logistiksystemen, so dass die Herstellungs- und Transportprozesse der Zukunft zunehmend ineinandergreifen werden.

Autonome Nutzfahrzeuge

„Elefantenrennen ade“. Schon heute arbeiten verschiedene Hersteller an der Vernetzung und Digitalisierung des LKWs 2. Der Straßengüterverkehr von morgen wird ohne Fahrzeuglenker auskommen. Pausenzeiten und Lenkzeitbeschränkungen gehören somit bald der Vergangenheit an 2. Zu Kolonnen hintereinander geschaltete autonome Transportfahrzeuge werden zum alltäglichen Bild im Fernverkehr zählen 2. Die digitale Transformation stellt die klassischen Kraftfahrzeughersteller vor hohe Herausforderungen 2.

Digitale Frachtbörsen

Die Koordination von Frachtgütern und Transportkapazitäten bietet weiteres Potenzial zur Prozessoptimierung. Im Schnitt lag der Leerkilometeranteil deutscher LKWs in 2013 bei 20 Prozent, in Metropolregionen bei rund 40 Prozent 3. Digitale Frachtbörsen und vernetzte Ladeterminals werden die Auslastung einzelner Fahrzeuge über die Transportstrecke optimieren 2.Diese Entwicklung bietet IT-Unternehmen und Start-ups die Möglichkeit neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Damit könnte sich mittelfristig der Wettbewerb für globale Logistikdienstleister und etablierte Speditionsunternehmen erhöhen.

1 Quelle: Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. – Jahresbericht 2014/2015

2 Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article157951003/Lkw-ohne-Fahrer-wird-fuer-Lastwagenbauer-zum-Problem.html, Lkw ohne Fahrer wird für Lastwagenbauer zum Problem, Internetzugriff: 2017

3 Quelle: Bundesamt für Güterverkehr – Marktbeobachtung Güterverkehr – Jahresbericht 2013

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Aktuelles, Innovation, Marktstudien, Technologien

Der deutsche Mittelstand setzt auf Forschung und Entwicklung

Der deutsche Mittelstand setzt auf seine Innovationskraft, um seine Konkurrenzfähigkeit und Dominanz am Markt auszubauen. Laut einer Umfrage von PricewaterhouseCoopers (pwc) in 2015 ordnen rund 93 % der Unternehmenslenker und Entscheider der Innovationskraft ihres Unternehmens einen hohen Stellenwert zu 1. Die Forschungsausgaben in Deutschland lagen laut Aussage des statistischen Bundesamtes im Jahr 2014 bei rund 84 Mrd. € 2. Davon wurden ca. 57 Mrd. € für Forschung- und Entwicklungsprojekte (FuE-Projekte) in der Wirtschaft investiert 2. Im Schnitt investierten deutsche Unternehmen 15 % ihres Gesamtumsatzes in FuE-Projekte 1. Neben dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit erhoffen sich die Unternehmen – laut Aussage von pwc – neue Märkte und Zielgruppen erschließen zu können, um sich so gegen konjunkturelle Schwankungen abzusichern 1.

Mit Fördermitteln zum Erfolg

„Forschung und Innovation sind der Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum und nachhaltige Beschäftigung in der Zukunft“ 3. Der deutsche Mittelstand ist die Zugkraft für die nationale Wirtschaft und einer der wesentlichen Jobmotoren in Deutschland. Daher stehen innovativen KMU verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um ihre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben umzusetzen. Laut der Studie von pwc haben neun von zehn befragten Unternehmen (n 691) in einem Zeitraum von drei Jahren einen Fördermittelantrag aus folgenden Gründen gestellt 1:

  1. Erschließung neuer Kundengruppen und Märkte
  2. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Senkung von Produktions- und Prozesskosten
  3. Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen
  4. Schließung neuer Marktallianzen und Partnerschaften auf unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen
  5. Antizipation neuer gesetzlicher Auflagen und Bestimmungen

Fördermitteleinwerbung nicht ohne externe Unterstützung

Laut pwc nutzen rund 94 % der befragten Unternehmen externe Dienstleistungen bei der Beantragung von Fördermitteln 1. Insbesondere werden die Berufs- und Interessensverbände sowie externe Unternehmensberater genutzt. Die Gründe für eine Auslagerung sind 1:

  1. Besserer Überblick über die Fördermöglichkeiten
  2. Komplexität der Fördermöglichkeiten
  3. Planungs- und Entscheidungssicherheit
  4. Anträge sind erfolgreicher
  5. Komplizierte Antragsstellung
  6. Zeitersparnis
  7. Fehlendes internes Know-how
  8. Fehlende Kapazitäten oder Ressourcen
  9. Laufende Änderungen der Anforderungen an Projekte

Zuschüsse und Darlehensförderung

Besonders erfolgreich sind Zuschüsse und Darlehensförderungen. Rund 65 % der Zuschüsse und 56 % der beantragten Darlehensförderungen, insbesondere Verbundvorhaben mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und/oder Hochschulen, wurden bewilligt 1.

1 Quelle: www.pwc.de,“Förderdschungel? Eine Befragung im Mittelstand“, https://www.pwc-wissen.de/pwc/de/shop/publikationen/FundE%3A+Foerderdschungel%3F+/?card=12691, Erscheinungsjahr: 2015, Webseitenzugriff: 2017

2 Quelle: Statistisches Bundesamt, Kennzahlen Forschung & Entwicklung 2014, https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/ForschungEntwicklung/ForschungEntwicklung.html, Webseitenzugriff: 2017

3 Quelle: BMWi,“ Bündnis Zukunft der Industrie: Steuerliche F&E-Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen bis 500 Beschäftigte als ersten Schritt jetzt endlich umsetzen“, https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2016/20160919-buendnis-zukunft-der-industrie-steuerliche-foerderung-von-kleinen-und-mittleren-unternehmen.html, 2016, Webseitenzugriff: 2017

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